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An der ersten ortskundigen Führung am Samstag und Sonntag etwa 120 besorgte Anwohner teilgenommen.

 

Der tiefste Punkt der Deponie (210 m); wo heute noch zahlreiche Quellen sprudeln und ein kleiner Tümpel existiert plant der BAV eine Geländeanhebung um bis zu 36 Meter.

 

 

Plan- und ortskundig erläutert Martin Schmitz den Teilnehmern die Planung des BAV.

 

 

"Wintermärchen am Lüderich"
In Zukunft würden rechts dieses Weges (A1/A2) nie mehr Bäume wachsen; das Landschaftsbild unwiderruflich zerstört.

 

Dieses Foto macht deutlich, dass auch die Wohngebiete Frielinghausen (links) und Heiligenhaus (rechts) von den Staubimmisssionen der Müllasche-Deponie unmittelbar betroffen sein werden.

 

Weit geht der Blick von der künftigen Deponiespitze über das Bergische Land; weit werden künftig auch die Wunden in der Landschaft sichtbar sein.

 

 

Zurück bleiben wird eine Karstlandschaft
- Wiederaufforstung ist nicht möglich -

Die Erddeponie hoch über Steinenbrück und unterhalb des Lüderichgipfels ist schon jetzt weithin als klaffende Wunde in der Landschaft sichtbar.

 

Bereits 1996 wurde am ehemaligen Zentralschachtgelände eine Erddeponie eingerichtet und seitdem hier rd. 900.000 Kubikmeter Erdaushub abgekippt. Mit dem Schüttgut wurde es aber offenbar nicht so genau genommen: In großem Maße wurde Bauschutt und Restmaterial aus dem Straßenbau (mittleres Bild) deponiert und selbst Sanitärkeramik, Fliesen, Kunststoffe bis hin zu Sperrmüll (rechtes Bild). 

Nun wird auch der bisherige Hochwald bis zum Höhenweg A1 nahe dem Lüderichgipfel (Hintergrund im linken Bild) der Deponie geopfert. Schlimmer noch ist aber, dass dort künftig Verbrennungsrückstände aus der Leverkusener Müllverbrennungsanlage deponiert werden sollen. Weil eine Wiederaufforstung nicht möglich ist, sind 75.000 qm Erholungslandschaft für immer verloren und das Landschaftsbild dauerhaft geschädigt.

Zitat aus der Umweltverträglichkeitsstudie von 1995:
"Charakteristisch sind die ausgedehnten Waldkomplexe und der weithin sichtbare Berg Lüderich. Im Bereich der geplanten Deponieerweiterung bestimmt ein vom Fuße des Lüderich beginnender Taleinschnitt das Relief. Die Eignung der Landschaft für die Erholungsnutzung ist hoch. "

Trotz dieser Beurteilung und gegen den Willen der Bevölkerung und der Kommune Overath hat die Genehmigungsbehörde (Rheinisch Bergischer Kreis) damals der Einrichtung der Deponie zugestimmt. Jetzt soll dort sogar noch Material einer höheren Schadstoffgruppe abgelagert und damit der dauerhaften Schädigung der Erholungslandschaft Lüderich der Weg geebnet werden.

Zurück bleiben wird für alle Zeit eine karge Landschaft, eine weithin sichtbare optische Verschlechterung des Landschaftsbildes   

 

Bereits Fakten geschaffen: Oberhalb der bisherigen Erddeponie will der BAV Rostasche aus der Müllverbrennung deponieren. Der Hochwald auf einem Großteil der hierfür vorgesehen zusätzlichen Flächen wurde bereits abgeholzt. Dabei ist es dem BAV nur erlaubt, Rodungen nur schrittweise und jeweils nur für ein Deponievolumen von einem Jahr durchzuführen.

Weil eine Wiederaufforstung nicht möglich ist, sind 75.000 qm Erholungslandschaft für immer verloren und das Landschaftsbild dauerhaft geschädigt.

 

Wird es so nie mehr sein? Noch vor wenigen Wochen eine traumhafte Winterlandschaft (linkes Bild). Das Bild daneben wurde an der gleichen Stelle aufgenommen.
Diese beiden Wanderwege (A1/A2) bilden die künftige Grenze der Deponie. Dort wird dann nie mehr ein Baum wachsen.

 

Arsch huh, Zäng ussenander!

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