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Kahlschlag am Lüderich 

 

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im Post-Shop Untereschbach!

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Schluss mit Staub und Dreck

Das Sülztal stellt sich quer!

Wir informieren Sie zeitnah über wichtige Ereignisse: Mailinglist

Das Landschaftsschutzgebiet Lüderich (260 Meter)
einer der höchsten Erhebungen des Bergischen Landes - im Jahre 2019 ?
(Musik: Bergisches Heimatlied - Musikverein Kürten,
Interpret Klaus Ohlendorf *


 

Informationsseite gegen die geplante Erweiterung der

Erd-Deponie in Overath-Steinenbrück

Gegen die vom Bergischen Abfallwirtschaftsverband (BAV) geplante Nutzungsänderung bei der Erd-Deponie in Overath-Steinenbrück formiert sich Widerstand.

Der Bergische Abfallwirtschaftsverband will die Kapazität der Deponie von derzeit rd. 900.000 Kubikmeter um weitere 1.000.000 Kubikmeter verdoppeln und zusätzlich Bauschutt, Glas und feuerfeste Materialien auf Kohlenstoffbasis, hauptsächlich aber Rost- und Kesselasche aus der Müllverbrennung ablagern. Dafür soll ein großer Teil des Waldgebietes am Osthang des Lüderichs abgeholzt werden (bzw. wurde bereits weitgehend abgeholzt).

Seit Jahrhunderten mussten die Bürger der Ortslage Untereschbach/Steinenbrück mit den negativen Auswirkungen des früheren Bergbaus leben. Vielerorts wurden vor langer Zeit große Abraumhalden angelegt, die noch heute giftige Stoffe enthalten.  

Mit der Anlage der Erddeponie und dem Golfplatz hat man Mitte der achtziger Jahre endlich mit der Renaturierung des Areals begonnen. Damit wurden den Bürgern auf Jahrzehnte hinaus weitere und noch erheblich stärkere Belästigungen durch Dreck und Lärm zugemutet. Mehr als einhunderttausend Lkws haben seitdem die Deponie angefahren. Die ständig verschlammte Olper Strasse musste mehrmals täglich durch eine Kehrmaschine gereinigt werden, bis auf Druck der Anlieger endlich eine Reifenwaschanlage gebaut wurde. Auf den Folgen der Begleitschäden an Häusern und privaten Fahrzeugen bleibt der Bürger allerdings sitzen. Die Verschmutzungen an den Hausfassaden sind Beweis dafür, wie viel Dreck Jahr um Jahr in die Ortslage getragen wird.

Die BAV-Pläne sehen eine erhebliche Ausweitung des Anlieferverkehrs vor. Noch mehr Dreck aus der ganzen bergischen Region und vor allem aus der Verbrennungsanlage in Leverkusen soll ins Sülztal geschafft werden.

Das Maß des Zumutbaren ist für die Bürger schon lange überschritten. Es muss Schluss gemacht werden mit den unerträglichen Belästigungen durch die Deponie, die unmittelbar an die Wohngebiete am Lüderich angrenzt. Auch die Bürger des Sülztals haben einen berechtigten Anspruch auf Ruhe, saubere Luft und körperliche Unversehrtheit.

P. Falk

Link: Übersichtsplan aus der Umweltverträglichkeitsprüfung 1995

 

Der Zentralschacht in Steinenbrück im Jahre 1925 (Foto Kurt Schneider).
Die eingezeichneten Deponiegrenzen und Höhenangaben zeigen die gewaltigen Ausmaße der Deponie. Auf die alte Halde des ehem. Frühlingsstollens (vor 1870 angelegt) wurden in den letzten 13 Jahren weitere 900.000 m3 Erdaushub gepackt. Dahinter will der BAV nun auch noch 1 Mio m3 Asche aus der Müllverbrennung deponieren. Von der Römerstrasse bis zum "Aschegipfel" wird der Höhenunterschied rd. 120 Meter betragen (Foto D1634 - Stadtarchiv Bergisch Gladbach, Montage von Paul Falk).

Zusatzfoto: Ansicht heute


Wo sind unsere Kreistags- und Landtagspolitiker?

Wir fordern unsere Kreistags- und Landtagsabgeordneten hiermit auf, zur Problematik öffentlich Stellung zu nehmen:

  • Rainer Deppe (Overath - CDU) zugleich Mitglied des Landtages

  • Dagmar Keller Barthel (Overath - Bündnis 90/ Die Grünen)

  • Holger Müller (Rösrath - CDU) zugleich Mitglied des Landtages

  • Uwe Pakendorf (Wahlkreis u.a. Lehmbach und ein Teil von Steinenbrück - CDU)

  • Eymelt Sehmer  (Overath - Bündnis 90/ Die Grünen)

  • Alfred Wolf (Overath - FDP)

  • Eduard Wolf (Overath - CDU)

  • Gerhard Zorn (Overath - SPD)

(Offener Brief an die Kreistagsabgeordneten)

 


Am 09.05.2010 findet in NRW die Landtagswahl statt.

Die Bürgerinnen und Bürger im Rheinisch-Bergischen Kreis sind aufgerufen, die künftigen Landtagsabgeordneten zu wählen.

 

Wahlkreis RBK I (WK 21 - Rösrath, Bergisch Gladbach)

  • Helene Hammelrath

  • Dr. Christoph Heger

  • Annette Glamann

  • Holger Müller

  • Friedrich Poczka

  • Friedhelm Weiss

SPD

Pro NRW

FDP

CDU

Soziale Mitte

Bündnis 90/Die Grünen

E-Mail

 

E-Mail

E-Mail


E-Mail

 

Wahlkreis RBI II (WK 22 - Overath, Kürten, Odenthal etc.)

  • Oliver Deiters 

  • Rainer Deppe

  • Herman Küsgen

  • Peter Lamsfuss

  • Ronald Micklich 

  • Harald Wolfert 

SPD

CDU

FDP

Soziale Mitte

Pro NRW

Bündnis 90/Die Grünen

E-Mail

E-Mail

E-Mail

 

 

E-Mail

 

Auch von den Kandidaten zur NRW-Wahl erwarten wir, dass Sie offen zu den Fragen Stellung beziehen, welche die Bewohner des Sültales bezüglich der Deponie-Erweiterung bedrücken.
Alle Antworten werden wir hier vorstellen.

Offener Brief an die Landtagskandidaten

 

BAV-Verbandsvorsteher

Das Amt des Verbandsvorstehers und seines Vertreters wird von den Landräten beider Kreise abwechselnd ausgeübt.

  • Hagen Jobi, Landrat des Oberbergischen Kreises, ist Verbandsvorsteher und

  • Rolf Menzel, Landrat des Rheinisch Bergischen Kreises derzeit sein Vertreter.

Gewählte Mitglieder der BAV-Verbandsversammlung
(Rheinisch Bergischer Kreis)

  • Horst Adler

  • Rainer Bleek

  • Ulrich Heimann

  • Udo Klemt

  • Helga Loepp

  • Dr. Peter Ludemann

  • Roland Rickes

  • Klaus-Dieter Ziepke

CDU
SPD
CDU
SPD
CDU
FDP
Grüne
FW-UWG/BfB

Bergisch Gladbach
Wermelskirchen
Bergisch Gladbach
Bergisch Gladbach
Wermelskirchen
Bergisch Gladbach
Bergisch Gladbach
Leichlingen

Mitglieder in der vorherigen Wahlperiode
(als die Weichen für die Lüderich-Deponie gestellt wurden)

 
  • Horst Adler

  • Rainer Bleek

  • Hubert Hungenberg

  • Udo Klemt

  • Helga Loepp

  • Holger Müller

  • Roland Rickes

CDU
SPD
FW-UWG/BfB

SPD
CDU
CDU
Grüne
 

Bergisch Gladbach
Wermelskirchen
Bergisch Gladbach
Wermelskirchen
Wermelskirchen
Rösrath
Bergisch Gladbach
 

(mehr Informationen zum BAV)

Farbe bekennen!

Wir wollen wissen, wo unsere Volksvertreter in dieser Sache stehen!

 

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Wir informieren Sie zeitnah über wichtige Ereignisse: Mailinglist

 

 

Die zusätzlichen Ablageflächen für das DK-I-Material liegen zwischen der bisherigen Erd-Deponie am
ehemaligen Zentralschacht-Gelände und dem Höhen-Wanderweg A1. C: Paul Falk

 

Das sog. "kleine Fichtenwäldchen" (BLZ, 18.02.2010) am Osthang des Lüderichs ist geschätzte
40-50.000 qm groß. Der Wald soll für die Deponie-Erweiterung zusätzlich abgeholzt werden (Foto: BAV)

 



 

(Plan: Quelle BAV)

 

Was bisher aufgefallen ist:

Neue Zufahrt
Nahe der Bergwerkstrasse enthält der Plan eine befestigte Fläche, die mit "Anlieferung Deponie" bezeichnet ist. Eine "Sackgasse" weit ab von der bisherigen Zufahrt. Die kurze Distanz zur Bergwerkstrasse (ca. 50 m) lässt befürchten, dass man eine neue Zufahrt über Bücheler-/Bergwerkstrasse anstrebt (also nicht mehr über den Golfplatz).

Im BAV-Antrag heißt es dazu: " Die Deoponie Lüderich ist über die vorhandene, asphaltierte Zufahrt "Bücheler Str." ... bereits erschlossen...".

Es handelt sich dabei um eine Straße in einem klassischen Wohngebiet, so dass direkte Emissionsbeeinträchtigungen für die dortige Bevölkerung unvermeidbar sind. Die Stadt Overath will hierzu Auskunft angefordert haben, wartet aber vergeblich auf eine klare Erläuterungen durch den BAV.

-> Merkwürdigkeiten hierzu auch im Lageplan (unten)


Schadstoffe
Nach Angaben der BAV sollen hier keine Gefahrstoffe abgelagert werden. Warum muss die Deponiefläche aber dann "nach oben und unten" abgedichtet werden? Warum dann eine besondere "Sickerwassertransportleitung" zur Bergwerkstrasse? Warum ein Speicherbecken und ein Probeentnahmeschacht an der Bergwerkstrasse?

Geht man nicht im Grunde davon aus, dass Gefahrstoffe anfallen und kontaminiertes Sickerwasser per Tankwagen zur Kläranlage an der bisherigen Deponie Leppe transportiert werden muss?

Nach eigenen Angaben des BAV ist die Entwässerungssituation problematisch, weil von der Deponie Lüderich noch keine realen Messwerte (Niederschlags- und Sickerungsmengen) existieren. Lokale Politiker  weisen darauf hin, dass nach eigenen Ausführungen des BAV eine fachgerechte und damit gefahrlose Entwässerungssituation nicht dargelegt werden kann.


Staubentwicklung
Belästigungen der Bürger in Untereschbach/Steinenbrück durch Staub und Dreck will der BAV durch Feuchthalten der Fahrbahnen vermeiden. Das hatten wir schon einmal; die meisten Anwohner werden sich an die verschlampten Fahrbahnen (Olper Strasse etc.) erinnern. Werden wir bald wieder den "schmutzigen Spaß" auf rutschigen Fahrbahnen haben?

Wie will man die Staubentwicklung auf den unbefestigten Wegen auf dem Deponiegelände hoch oben über Steinenbrück verhindern? Gleiches gilt für den Staub der beim Abkippen der Kesselasche (die aus der Müllverbrennungsanlage in Leverkusen hierher verbracht werden soll) aufgewirbelt wird. Die Staubentwicklung wird bei Kesselasche wohl erheblich größer sein, als beim bisherigen (überwiegend lehmigen) Erdaushub. Der BAV will das Material "angefeuchtet" anliefern und "feucht halten".

Verehrte BAV-Zauberer: Nicht einmal das gesamte Wasser der Sülz würde ausreichen, um 7,5 ha Deponiefläche ständig feucht zu halten und so Verwirbelungen zu vermeiden. 

Auch aufgrund der topographischen Lage der Deponie hoch oben auf dem Lüderich wird jeder ehrliche Fachmann einräumen, dass es zu Luftverwirbelungen und damit Staubentwicklung kommen wird. Es muss daher mit erheblichen Staubemissionen gerechnet werden. Bekanntlich herrscht hier überwiegend Westwind, d. h. die Wohngebiete Bergwerkstrasse, Schmitzbüchel, Römerstrasse, Katzemich, Dresbach, Frielinghausen bis hin nach Heiligenhaus werden künftig den Flugstaub vom Lüderich zu spüren bekommen.

Die Menschen sind hier vor Jahrzehnten "ins Grüne" gezogen; neben einer Deponie zu wohnen, hat wohl niemand erwartet.

Die Staubimmissionen von der Müllasche-Deponie werden die Ortslagen
Frielinghausen (im Foto links) und Heiligenhaus (rechts) nicht verschonen.


Laufzeit
Die Laufzeit der Deponie endet nach heutiger Planung zum Jahresende 2019.

Für einen so kurzen Zeitraum plant der BAV 7,6 Millionen an Investitionen!? Dazu kommen mehr als 2 Mio. Euro an Kapitalkosten. Das ergibt rd.10 Euro für jeden Kubikmeter. Weiterhin noch Personal- und Unterhaltungskosten, Pachtzahlungen an die Grundstückeigentümer, Steuern und Gebühren.

Nach kaufmännischen Sachverstand läge der Selbstkostenpreis für das DK I - Material mindestens bei etwa 14 Euro pro Kubikmeter. Dazu rechnet der BAV nach eigenen Angaben noch 20 Euro (!) Rückstellungen für die Zukunftssicherung. Das macht nach Adam Riese einen Annahmepreis von mindestens 34 Euro pro cbm, also das 6-fache von dem, was bisher für das wenig belastete DK 0 - Material verlangt wurde.

Da muss die Frage erlaubt sein, mit welchen Preiserhöhungen und voluminösen Deponie-Erlösen man beim BAV rechnet.

Müsste man dem BAV sonst nicht Missmanagement vorwerfen, wenn er so viel Geld (letztlich aus unseren Abfallgebühren) in eine derart "kurzlebige" Deponie investiert?

Oder gibt es beim BAV wohl doch eine weit über das Jahr 2019 hinaus gehende Erwartungshaltung?


Verkehrsbelastung

In 13 Jahren (1997-2009) wurden lt. BAV rd. 900.000 cbm in Steinenbrück abgelagert. Nun will der BAV in nur 9 Jahren (2011-2019) sogar 1.000.000 cbm anfahren. Das entspricht einer Zunahme um fast 60 Prozent; 60 Prozent  mehr LKWs und mehr Dreck.

Dieser einfachen Rechnung entgegen behauptet der BAV aber, dass sich die Verkehrsbelastung nicht erhöhen wird (Vorlage für den Kreisausschuss 4.3.2010).

Wenn man schon den einfachen Dreisatz nicht beherrscht, wie will man denn die Risiken einer Deponie zuverlässig berechnen können?

Spekuliert der BAV nicht in Wahrheit schon jetzt auf eine Verlängerung des Genehmigungszeitraumes über 2019 hinaus?


Renaturierung
Die neue Deponie muss "nach oben und unten" abgedichtet werden, d. h. eine Wiederherstellung der gerodeten Waldflächen durch Wiederbewaldung/Neuanpflanzung ist dann nicht mehr möglich. Zurück bliebe eine karge Landschaft, eine
weithin sichtbare optische Verschlechterung des Landschaftsbildes.

Das Erholungsgebiet "Lüderich" wird dauerhaft geschädigt. Was bleiben wird, ist eine Mondlandschaft.

Die Wunde unterhalb des Lüderich-Gipfels und die Veränderung des Landschaftsbildes
bleiben für immer weithin sichtbar. Eine Wiederaufforstung wird nie mehr möglich sein.

 

Wo sind unsere (zuständigen) Kreistags-Politiker?
Liebe - frisch gewählten - Kreistagsabgeordneten, die Bürger von Untereschbach und Steinenbrück würden gerne Eure Sicht der Dinge zu erfahren.

(Erste Fragen und Antworten unter Dokumente)
 


War die Stadt Overath wirklich ahnungslos?

Auch hier sind Zweifel angebracht. Das Abfallwirtschaftskonzept 2007 enthält auf Seite 108 bereits eindeutige Hinweise:

"Teilbereiche der Zentraldeponie Leppe stehen bis 15.07.2009 bzw. 31.12.2010 zur Ablagerung der gemäß den Zuordnungskriterien der Abfallablagerungsverordnung zugelassenen Abfälle bereit. Dabei handelt es sich um weitestgehend inertisierte, mineralische Stoffe. BAV und AVEA werden auch weiterhin sichere und ortsnahe Entsorgungsmöglichkeiten für diese Abfälle zur Verfügung stellen. Ablagerungsmöglichkeiten bietet ein Ausbau der Deponie Lüderich in Overath Untereschbach gemäß den Vorgaben für die Deponieklasse DK I."

Damit ist zumindest belegt, dass die Pläne der BAV zur Erweiterung spätestens seit 2007 den politischen Entscheidungsträgern bekannt sein sollten.

Das vollständige Abfallwirtschaftskonzept (Umfang 133 Seiten) kann auf der Webseite der Nachbarstadt Bergisch Gladbach eingesehen werden.

 

Welche Erddeponie hat Overath künftig?
Die Annahme von Erd-Aushub (Deponieklasse DK O) wurde bereits eingestellt. Statt dessen soll Material der Deponieklasse DK I (überwiegend Rost-Asche aus der Müllverbrennung Leverkusen) nach Steinenbrück gebracht werden.

Nachdem 25 Jahre lang der Erdaushub der ganzen Region in Steinenbrück entsorgt wurde, müssen Overather Bauherren/Firmen künftig weite Strecke fahren (und bezahlen), um den Erdaushub ihrer (Bau-) Projekte los zu werden.

 
Wir freuen uns über
Ihre Anregungen und Meinungsäußerungen
zu diesem Thema!

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Verantwortlich: Paul Falk, Im Brückfeld 40, 51491 Overath-Steinenbrück, Telefon 02204-71617, Mobil 0157 7273 4711