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DK I - Pläne vom Tisch: BAV will Antrag für DK I am Lüderich zurücknehmen Der Bergische Abfallwirtschaftsverband (BAV) hat bekannt gegeben, dass die Planung, am Lüderich eine Deponie für Rostasche (DK I - Deponie) einzurichten, aufgegeben werden. In Anbetracht des langwierigen Genehmigungsverfahrens und der aufwendigen Kosten könne eine DK I - Deponie im verbleibenden Zeitraum bis 2019 nicht mehr wirtschaftlich aufgebaut und betrieben werden. Endgültig soll die BAV-Verbandsversammlung am 22. September das Ende der Lüderich-Pläne beschließen. Für die Bürgerinitiative ist mit der Plan-Beerdigung aber die Arbeit nicht erledigt. Nun gilt es, die zahlreichen Mängel der Erd-Deponie aufzuarbeiten und die ordnungsgemäße Fortführung des Betriebes bis zur geplanten Schließung 2019 zu gewährleisten. So haben die erheblichen Regenfälle der letzten Tage wieder einmal zu Überschwemmungen in den Wohngebieten unterhalb der Deponie geführt. Dieser Vorfall beweist erneut, dass unsere Feststellungen zum desolaten Zustand der Deponie-Entwässerung berechtigt sind.
Für Untereschbach/Steinenbrück und die ganze Region ist die Aufgabe der Pläne eine gute Nachricht. Schon werden erste Überlegungen für ein angemessenes Bürgerfest geschmiedet, das noch in diesem Herbst stattfinden könnte. Allen, die zur Abwendung der Pläne beigetragen haben, gebührt ein herzliches Dankeschön. Paul Falk (31.08.2010)
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Informationen: "Land unter am Auguststollen" - Fotodokumentation
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![]() Liebe(r) Besucher(in)!! das Bergische Handelsblatt hat einen neuen Bericht zur Deponie Lüderich ins Internet gestellt bzw. in der aktuellen Ausgabe veröffentlicht. Darin wird auch zu einer PRO/KONTRA-Abstimmung aufgerufen. Bitte nehmen Sie an dieser Abstimmung teil. Eine breite Abwehrfront ist für unsere Sache wichtig! Hier der Link zum Bericht und zur Abstimmung: http://www.bergisches-handelsblatt.de/rag-bhb/docs/260226/overath |
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So drängt sich der Leppe-Müllberg bei Remshagen in die Landschaft. Soll so künftig auch der Lüderich aussehen? Foto: Pütz (BHB)
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BI-Verdacht bestätigt! Entwässerungsrohr unter dem Erddamm ohne Funktion Anfang August hat sich ein weiterer, lang erhobener Verdacht der BI bestätigt: Die Entwässerungsleitung unter dem Erddamm auf der Deponie Lüderich funktioniert nicht!
Die Funktionsunfähigkeit der Entwässerung ist ein weiterer Beleg für den maroden Zustand der Deponie und die schwerwiegenden Mängel in der bisherigen Betriebsführung.
(Foto links: Deponie-Scout)
(siehe auch KStA: "Wohin fließt das grüne Wasser"). |
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* * *Ähnlich wie eine Mondlandschaft: So wirkten Teile der Erddeponie auf dem Lüderich im März dieses Jahres. Inzwischen haben BAV und Avea nachgearbeitet. Die Steinenbrücker Bürgerinitiative ist dennoch der Ansicht, es werde von den Aufsichtsbehörden der Kreisverwaltung nicht genug getan. (Foto: Daub) BLZ-Interview„Der Kreis tut zu wenig“03.08.10 Nach dem vorläufigen Stopp für die Pläne zur Umwandlung der Erddeponie auf dem Lüderich in eine Kippe für Müllofenasche streitet eine Steinenbrücker Bürgerinitiative mit der Aufsichtsbehörde um den Ist-Zustand.Stephan Brockmeier sprach mit BI- Sprecher Paul Falk.Die Bürgerinitiative streitet mit der Kreisverwaltung, ob ein Wanderweg erst nachträglich in das Deponiegelände einbezogen worden sei. Welche Bedeutung hat dieser Weg für das Glück der Steinenbrücker? Für das Glück der Steinenbrücker ist entscheidend, dass dies die einzige Zuwegung vom Wohngebiet Katzemich zum Erholungsgebiet Lüderich ist. Er ist deshalb wichtig für Anwohner und Wanderer und muss nicht nur offen bleiben, sondern auch in einem Zustand, in dem man ihn ohne besondere Belastungen benutzen kann. Glauben Sie den Fachleuten der Kreisverwaltung denn nicht, wenn die Ihnen bescheinigen: Es ist nicht so, wie Sie es sehen? Der Kreis hat bis heute nicht schriftlich zu diesem Punkt Stellung genommen, und die mündlichen Äußerungen variieren, je nachdem, mit wem man bei der Kreisverwaltung spricht. Wir haben durch Pläne eindeutig belegt, dass der Weg nicht zur Deponie gehört. Wenn das aber so ist, muss der Kreis die Avea dafür zur Rechenschaft ziehen, dass sie die Deponie über den Weg hinaus vergrößert hat. Wie sind Sie mit der behördlichen Aufsicht über die Deponie zufrieden? Ich scheue mich, den Begriff „Aufsicht“ zu verwenden. Aufsicht heißt, dass man etwas in Augenschein nimmt, was hier aber offensichtlich zumindest bis zum Frühjahr 2010 nicht stattgefunden hat. Nach unseren Feststellungen sind Avea und BAV da oben sich selbst überlassen worden. Vor-Ort-Kontrollen hat es offensichtlich weder in der Phase der Zuständigkeit des Staatlichen Umweltamtes noch in der Zuständigkeit des Kreises gegeben. Wir haben mehrfach Dokumente zu den Kontrollen angefordert. Bis heute sind die uns nicht vorgelegt worden. Insoweit kann man nicht von Aufsicht sprechen. Der Landrat ist im Frühjahr persönlich vor Ort gewesen und hat sich das mit Ihnen angesehen. Ist seitdem nicht alles besser geworden? Wir waren nach dem Ortstermin mit dem Landrat zuversichtlich. Er hat sich sichtlich betroffen gezeigt und Schritte eingeleitet, die zu einigen, allerdings eher nur kosmetischen, Maßnahmen auf der Deponie geführt haben. In der Sache selbst sind wir vom Landrat aber insoweit enttäuscht, dass er auf der einen Seite von uns Offenheit und Kooperation einfordert, wir aber andererseits vonseiten der Kreisverwaltung nicht das Gefühl bekommen, das es eine vertrauensvolle Zusammenarbeit gibt .Vielmehr verstärkt sich der Eindruck, dass das Verhalten des Kreises eher betreiberfreundlich orientiert ist. Planen Sie Aktionen? Wir sind eine lockere Bürgerinitiative, da hat niemand die Befugnis, darüber alleine zu entscheiden. Wir werden uns in den nächsten Wochen beraten. Wir haben in Erwägung gezogen, juristischen Rat einzuholen, weil wir auf dem normalen Weg in den letzten vier Monaten nicht viel weitergekommen sind. Neben der Abwendung der DK-1-Deponie für Steinenbrück müssen wir auch die bisherigen Betriebsabläufe sehen, damit in Zukunft sichergestellt wird, dass die Anlage nach Recht und Gesetz betrieben wird und die Avea nicht nach eigenem Gutdünken schalten und walten kann. Welche Möglichkeiten hätten Sie, auf Änderungen zu drängen? Wenn es der Kreis aufgrund unserer Initiative nicht macht, dann ist die Frage, wie man den Kreis dazu bewegen kann - etwa mit dem Weg über die Politik, wo wir aber keine allzu großen Chancen sehen. Der weitergehende und für alle Beteiligten sicherlich unglücklichere Weg wäre, die Aufsichtsbehörden, also den Regierungspräsidenten, mit den Vorgängen zu befassen und eine Prüfung der Vorgänge zu veranlassen.
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DIE KREISVERWALTUNG „Das alles soll nur Kosmetik sein?“ Die Sprecherin der Kreisverwaltung, Birgit Bär, weist die Vorwürfe der Bürgerinitiative zurück. „Es stimmt, und das haben wir eingeräumt, dass es in der Phase des Übergangs von der Staatlichen Umweltverwaltung auf uns eine Zeit gegeben hat, in der keine Kontrollen vor Ort stattgefunden haben“, sagt Bär. Doch sei mit dem Übergang der Zuständigkeit vom Umweltamt zum Kreis am 1. Januar 2008 eine Fülle neuer Aufgaben verbunden gewesen. Inzwischen gebe es diese Kontrollen aber sehr wohl. Aber auch vor Anfang 2008 habe es regelmäßige staatliche Kontrollen gegeben, stellt sich Bär schützend vor die Vorgänger-Kontrolleure. „Wir haben die Protokolle. Viel moniert wurde nicht, einmal wurde ein falsch angebrachter Handlauf bemängelt.“ Dass die Bürgerinitiative zudem von „kosmetischen Maßnahmen“ spricht, die seither ergriffen worden seien, können die Fachbeamten im Kreishaus überhaupt nicht nachvollziehen. „Es ist ein Standsicherheitsgutachten erstellt worden, die Entwässerung wurde überprüft und der Rekultivierungsplan liegt vor. Mit der Rekultivierung soll erst im Herbst begonnen werden, weil ja im Moment keine Pflanzzeit ist. Und das alles soll nur Kosmetik sein?“, fragt die Kreissprecherin rhetorisch. Die
Kreisverwaltung befinde sich seit Monaten im Dialog mit der
Bürgerinitiative. Sollte sich diese tatsächlich zu einer
Dienstaufsichtsbeschwerde bei der Bezirksregierung entschließen, aus: Bergische Landeszeitung (BLZ) vom 03.08.2010
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Weiter nach Gutsherrenart: Deponiefläche eigenmächtig erweitertKlammheimlich hat der Bergische Abfallbeseitigungsverband (BAV) das Deponiegelände in Steinenbrück erweitert, ohne dass es der Aufsichtsbehörde aufgefallen ist. Im Rahmen einer beantragten Deponieausweitung hat der BAV Pläne für eine Zusatzfläche am südlichen Rand der Deponie erstellt und dabei - so ganz nebenbei - an anderen Stellen die Deponiegrenzen verschoben. Durch eine dieser willkürlichen Verschiebungen ist der Verbindungsweg zwischen dem Wohngebiet Katzemich und dem Waldgebiet Lüderich in das Deponiegelände einbezogen worden (siehe Animation). Der Kreisverwaltung ist die Deponieausweitung offenbar aber nicht aufgefallen.
Planungsänderung von 2008
In den Antragsunterlagen hat der BAV die 1996 festgelegte Deponiegrenze (grün) nördlich der Erweiterungsfläche stillschweigend um rd. 5 Meter nach Osten und über den Weg (grau) hinaus verschoben (rote Linie).
Damit hat der BAV wieder einmal nach Gutsherrenart und ohne gesetzliche Grundlage gehandelt und zudem erneut gegen die Genehmigungsauflagen von 1996 verstoßen, die ausdrücklich vorschreiben, dass der Gehölzbestand zwischen Deponiegrenze und Schüttgrenze während des Deponiebetriebs erhalten bleiben muss. Ein weiterer Beleg dafür, dass sich die für die Deponie Lüderich Verantwortlichen nicht an Recht und Gesetz halten und die Aufsichtsbehörden tatenlos zuschauen.
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Plan für die DK I - Deponie schon vor Jahren geschmiedet
Zusammenhänge mit dem metabolon-Projekt in Lindlar Unter dem Titel :metabolon soll ein „Kompetenzzentrum“ für Umwelttechnologie auf der Deponie in Lindlar-Leppe entstehen. Die Weichen für dieses Projekt wurden bereits in den Jahren 2003/2004 gestellt (externer Link). Im BAV-Geschäftsbericht 2005 heisst es zur Deponie Leppe: „Anknüpfend an bestehende Aktivitäten und aufbauend auf der vorhandenen modernen Deponietechnik wird zukünftig unter dem Namen :metabolon ein Kompetenzzentrum geschaffen“. Das Metabolon-Projekt setzte aber eine Verlagerung der Deponierung der Schadstoffe der Deponieklasse I (DK I) an eine andere Stelle voraus. Die AVEA, die beide Deponien in Lindlar und in Steinenbrück betreibt, hat daher schon sehr früh die Deponie Lüderich als neuen DK I – Ablagerungsort ausgewählt und schon damals vorbereitende Maßnahmen eingeleitet. Geschäftsführer der AVEA war bis Oktober 2004 Rolf Menzel, seit dem Landrat des Rheinisch Bergischen Kreises.
Vorbereitung der DK I – Deponierung in Steinenbrück Parallel mit der Umsetzung des Metabolon-Projektes in Lindlar sind Vorbereitungen für eine Deponierung von DK I – Material in Steinenbrück angelaufen. Der Lageplan aus dem Antrag zur wesentlichen Änderung der Deponie Lüderich vom Dezember 2009 unterscheidet deutlich zwischen der seit 1996 betriebenen DK 0 - Deponie im östlichen Teil und der geplanten DK I – Deponie im westlichen Teil.
Lageplan vom 12.09.2007 mit dem Stand von März 2007 Die in der Mitte des Planes von Nord nach Süd verlaufende Linie markiert einen gebogenen ca. 17 Meter mächtigen Erdwall der bereits in der Zeit vor 2007 aufgeschüttet wurde und der im mittleren Abschnitt eine Höhe von 199,5 m NN erreicht. Durch diesen Wall wurde in der westlichen Deponiehälfte eine trichterförmige rundum geschlossene Mulde gebildet, deren Talsohle bei 183 m NN liegt. Zwischen westlichem (linken) und östlichen Deponieteil wurde ein Erdwall aufgeschüttet. Im Bild hinten links befindet sich eine künstlich gebildete trichterförmige Mulde, die der Einrichtung einer DK I – Deponie dienen sollte.
Trichter für DK I - Deponie Für die Fortsetzung des genehmigten Betriebes als Erddeponie macht dieser Erdwall und die Trichterbildung keinen Sinn. Anders sieht es aus, wenn man die Absicht zur Errichtung einer DK I – Deponie zugrunde legt. Tatsächlich entspricht die Form des künstlich geschaffenen Taltrichters exakt dem 2010 vorgelegten Grundsriss der DK I – Deponie. Hintergrund für die Trichterbildung ist, das für die Einlagerung von DK I-Material ist eine großflächige Vorbereitung des Schüttareals und das Einbringen einer aufwändigen Folienabdichtung (Basisabdichtung) notwendig ist. Nach dem Antrag zur Umwidmung der Deponie sollte in diesem Trichter zwischen der Talsohle bei 183 m NN und bis auf eine Höhe von 230 m NN Material der Deponieklasse I eingelagert werden. Aufgrund der topografischen Verhältnisse - das Gelände liegt an einem Hang mit starkem West-Ost-Gefälle - musste also zunächst ein Bollwerk gegen die erwarteten Schubkräfte aus dem geplanten Volumen von ca. 1 Mio. cbm DK I – Material geschaffen werden, eben dieser Erdwall. Dieser bereits vor 2007 errichtete Erdwall wurde im Zusammenhang mit der Vorbereitung des DK I – Antrages im Sommer 2007 im Hinblick auf seine Festigkeit überprüft. Hierzu markieren die im Plan 1 mit BK 1 – BK 4 bezeichneten Punkte die Stellen, an denen der Betreiber Probebohrungen zur Untersuchung des Untergrundes veranlasst hat.
Im Foto rechts ist die zur Unterbringung des DK I – Materials künstlich angelegte Mulde erkennbar. Außerdem der umschließende Erdwall (vorne und links). Im Hintergrund erkennbar der Deponieteil, der im November 2009 vorzeitig gerodet wurde. Die Flächen links wurden bereits von 2007 gerodet. Die Rodung des Hochwaldes im Trichter (rechts) war für März 2010 beauftragt. Bereits 2006/2007 wurde mit den privaten Eigentümern Verhandlungen mit der Zielsetzung aufgenommen, die bereits damals abgeschlossenen bzw. vorbereiteten Nutzungsverträge für die geplante DK I – Nutzung anzupassen. In den alten Verträgen war die Wiederaufforstung der Parzellen zugesagt worden. Im Gegensatz dazu wäre aber bei DK I eine Wiederbewaldung nicht möglich gewesen. Die Eigentümer wurden vor diesem Hintergrund zu Vertragsänderungen gedrängt, teilweise unter Androhung der Enteignung. Abweichung vom Betriebsablaufplan Zur Vorbereitung der DK I – Deponie ist man auch frühzeitig von der urspünglichen Schüttphasenplanung abgewichen. So sind schon ab 2006 Rodungen im westlichen Deponieteil (Schüttgrenzen 6 und Teile von 8) erfolgt, die plangemäß erst 2009 bzw. 2014 vorgesehen waren. Gleichzeitig wurden die nördlichen Teile der Schüttgrenzen 4, 5 und 6 nicht weiter als Erddeponie genutzt, soweit sie in den Bereich des Trichters hinein ragten. Später hat der Betreiber die planmäßige Fortsetzung der Schüttungen von DK 0 – Material hinter dem Erdwall verzögert bzw. Mitte 2009 ganz eingestellt und Anlieferungen zur Deponie Leppe umgeleitet, um dieses Areal in Steinenbrück für das DK I – Material frei zu halten (siehe Grafik). Bei Einhaltung des ursprünglich genehmigten Schüttphasenplans wäre der Damm nicht entstanden und die Einrichtung einer DK I – Deponie in der geplanten Form und Größe nicht möglich geworden. Die Wallschüttung (2004 bis 2007), die Probebohrungen (Mitte 2007), die Verschiebungen der Schüttphasen und die Vertragsänderungen (bis Ende 2008) sind somit eindeutig als vorbereitende Maßnahmen zur Einrichtung einer DK I – Deponie anzusehen. Späte Einschaltung der politischen Gremien Alle diese Maßnahmen wurden umgesetzt, lange bevor die Aufsichtbehörde und die politischen Gremien mit der Planung zur DK 1 – Deponie befasst wurden. Denn erst mit dem Abfallwirtschaftskonzept 2007 sollten die Entscheidungsträger erstmalig über die BAV-Pläne informiert werden. In der 133seitigen Vorlage wurde auf Seite 108 der folgende unauffällige Hinweis versteckt: „BAV und AVEA werden auch weiterhin sichere und ortsnahe Entsorgungsmöglichkeiten für diese Abfälle zur Verfügung stellen. Ablagerungsmöglichkeiten bietet ein Ausbau der Deponie Lüderich in Overath Untereschbach gemäß den Vorgaben für die Deponieklasse DK I.“ Abfallwirtschaftskonzept 2007 Dieser unscheinbare Hinweis wurde von den meisten der politisch Verantwortlichen übersehen. Erst zwei Jahre danach – im Dezember 2009 – ist der eingangs erwähnte konkrete Antrag auf Umwidmung der Deponie der Genehmigungsbehörde vorgelegt worden. Die Weiterleitung an die Stadt Overath und andere Träger öffentlicher Belange ist im Januar, die öffentliche Auslegung danach im Februar 2010 erfolgt (Bekanntmachung im Mitteilungsblatt der Stadt Overath – Ausgabe 04.02.2010). Diese Bekanntmachung war der Auslöser für die Bürgerproteste die schließlich zur Gründung der Bürgerinitiative geführt haben. Rodungen im Vorgriff auf die beantragte Genehmigung Noch vor der Antragstellung und somit ohne rechtmäßige Genehmigung hat der Betreiber die Rodung Anfang November 2009 im westlichen Deponieteil (Schüttgrenze 8 - linkes Foto) durchführen lassen.
Die Lage der Rodungsfläche im geplanten DKI – Bereich und der frühzeitige Auftrag für die Rodungsarbeiten sind weitere Indizien dafür, dass mit der Genehmigung fest gerechnet wurde. Weitere umfangreiche Rodungen im nördlichen Teil (Foto rechts) waren bereits für März 2010 beauftragt. Offensichtlich sollten so die Voraussetzungen geschaffen werden, um unbeeinflusst von jahreszeitlichen Einschränkungen (Nist- und Brutschutz) unmittelbar nach Erhalt der Genehmigung und den Ausbau der DK I – Deponie fortsetzen zu können.
Noch im April 2010 hatte die AVEA der Bürgerinitiative gegenüber die Rodungen und die Abweichungen vom genehmigten Betriebsablauf mit Verzögerungen bei den Verhandlungen mit den privaten Grundstückseigentümern begründet. Diese Darstellung konnte widerlegt werden. Die Rodungen sind eindeutig vor dem Hintergrund der für Sommer 2010 erwarteten DK I - Genehmigung zu sehen.
Staatsanwalt ermittelt
Nachdem der BUND für Umwelt und Naturschutz Deutschland (B.U.N.D.) Anzeige wegen vermuteter Verstöße gegen den Landschafts- und Naturschutz gestellt hat, ermittelt nun die Staatsanwaltschaft Köln u. a. wegen dieser Rodungen auf der Deponie Lüderich.
Bürgerinitiative bleibt am Ball
Die Anwohner und die "Deponiespione" der Bürgerinitiative sind auf der Hut. Das Handeln der AVEA und die Überwachung durch den Rheinisch Bergische Kreis als zuständige Aufsichtsbehörde finden große Aufmerksamkeit. Die Zeit des unbeachteten Schaltens und Waltens am Lüderich ist vorbei.
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Keine DK I-Deponie
am Lüderich Zusammenfassung „Die Erd-Deponie im Schatten des Overather Golfplatzes am Lüderich soll aufgerüstet werden. Wo bislang noch ein Fichtenwäldchen steht, will der Bergische Abfallwirtschaftsverband (BAV) ab Mitte 2011 Bauschutt der Deponieklasse 1 (DK 1) ablagern“. Diese eher unspektakuläre Mitteilung in der Bergischen Landeszeitung vom 18. Februar 2010 hat erhebliche Unruhe bei den Bürgern von Steinenbrück ausgelöst. Bürger wurden nicht informiert Still, heimlich und leise haben sich die Fachleute für Müllfragen auf Kreisebene darauf verständigt, aus der Erd-Deponie am Lüderich eine Kippe für die Schlacke aus dem Leverkusener Müllofen zu machen. Eigentlich genau nach Vorschrift, aber eben auch still, heimlich und leise sollte das gesetzlich vorgeschriebene Verfahren durchgezogen werden. Breite Protestbewegung Doch einige Bürger waren wachsam und haben das Thema publik gemacht. Inzwischen hat sich eine breite Protestbewegung gebildet - nicht nur in Steinenbrück. In Untereschbach, Heiligenhaus, Overath und sogar in den nahen Rösrather Ortsteilen haben sich Bürger zum Widerstand gegen eine Schadstoff-Deponie hoch oben an den Hängen des Lüderichs zusammengeschlossen. Massive Schäden für Gesundheit und Natur Der BAV möchte auf der seit 1986 betriebenen Erd-Deponie Steinenbrück eine Ablagemöglichkeit für Sondermüll der Deponieklasse I einrichten. Statt wie bisher Erdaushub aus der Region, soll dort künftig die nicht unerheblich belastete Rost-Asche aus der Müllverbrennungsanlage Leverkusen deponiert werden. Völlig harmloses Material versichern die BAV-Oberen. Doch die Deponiefläche muss „nach unten und nach oben“ abgedichtet werden. So viel Aufwand für „harmlose“ Asche? Dass der Bürger hier mehr wittert, liegt angesichts des bisherigen Versteckspiels auf der Hand. Alle wussten Bescheid, nur die Bürger wurden nicht informiert. Inzwischen ist durchgesickert, dass die Müllasche dazu führen wird, dass auf den betroffenen Flächen (ehemals 7,5 ha Hochwald) nie mehr ein Wald wachsen kann. Ein Naturfrevel ungeheueren Ausmaßes, der sogar Folgen für das lokale Kleinklima im Steinenbrücker Tal mit sich bringen wird. Das Landschaftsschutzgebiet am Lüderich, Erholungsraum für die Bürger des Sülztales und der nahen Ballungszentren, wird nachhaltig massiv geschädigt. Keiner übernimmt Verantwortung Auch weiterhin streiten sich die Verwaltungsspitzen in Overath und bei der Kreisverwaltung, wer, wann und wen informiert oder besser nicht informiert hat. Der Bürger hat für dieses Gezänk wenig Verständnis. Er möchte, dass nicht die wirtschaftlichen Interessen im Vordergrund stehen, sondern die Sorge der Bürger um ihre Gesundheit. Die Frage, wer was verbockt hat, muss geklärt werden. Doch vorrangig geht es erst einmal darum, diesen Wahnsinn zu verhindern. Dafür sollten alle Kräfte mobilisiert werden. Gemeinsam aktiv werden Wir möchten jeden dazu aufrufen, aktiv Widerstand zu leisten: Ob Anfragen an die Kreis- und Landtagsabgeordneten, ob Unterschriften oder Protestbriefe: Jeder kann dabei mithelfen. Auf dieser Webseite erfahren Sie mehr! Etappensieg errungen Nun wurden Verfahrensfehler bekannt. Für mindestens zwei Jahre wird es nichts mit der Erweiterung der Deponie am Lüderich. Doch zufrieden sind wir nicht - viele Fragen warten auf befriedigende Antworten. Die Kreisveraltung bzw. der Landrat sind nun in der Pflicht, die von uns gestellten Fragen zur bisherigen Betriebsführung der AVEA zu beantworten. Nur wenn wir wachsam bleiben können wir vielleicht die für das Sülztal schlimme Entwicklung endgültig stoppen. Glück Auf! Paul Falk
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Nicht nachlassen!
Es wäre leichtsinnig, sich nun zurück zu lehnen.
Darum ist und bleibt es auch weiterhin besonders wichtig,
dass wir alle Deponie-Gegner schnell erreichen
und auch weiterhin aktuell informieren können.
Wichtig:
Bitte nutzen Sie unseren E-Mail-Service!
Wir informieren Sie sofort, wenn es wichtige Neuigkeiten gibt.
Die schnelle Kommunikation ist sehr wichtig, wenn wir
kurzfristig reagieren müssen,
um auch weiterhin erfolgreich sein zu können.
Wenn jeder seine jeweiligen Nachbarn und Freunde dazu bewegt,
sich ebenfalls einzutragen, ist ein “vernetztes Sülztal” keine Utopie!
Bitte tragen Sie sich in unsere Mailing-Liste ein:
http://deponie.steinenbrueck.de/umleitung-maillingliste.htm
oder teilen Sie uns Ihre Daten per E-Mail mit: deponie@02204.info.
Ihre Eintragung ist unverbindlich und der Service kostenfrei. Sie können Ihre Daten jederzeit wieder löschen.
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Es tut sich etwas:
Auf der Deponie wird wieder gearbeitet
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Instandsetzung des Regenrückhaltebeckens Fotografiert am 13. April von unseren Deponie-Detektiven |
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Große Mengen an Split und Erde wird angefahren Fotografiert am 14. April von unseren Deponie-Detektiven |
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Der geplante Rekultivierungsbereich wurde vermessen und das Gelände markiert Fotografiert am 14. April von unseren Deponie-Detektiven
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Kurzfilm: "Zerstörung eines Naherholungsgebietes?"
Film & Musik: c + p 2010 by Thomas Grube
http://sonnentrommler.de/deponie.html

(Plan: BAV)
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Auto-Aufkleber & Buttons
gegen eine
Schutzgebühr von 2 Euro bei
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Spendenkonto Deponie Steinenbrück - Konto 501 517 020 VR Bank Untereschbach - BLZ 370 626 00
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Flagge zeigen - Das
Sülztal stellt sich quer! * * *
Aufruf an alle Bürger
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Wir freuen uns über |
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*) Das "Bergische Heimatlied"
präsentiert mit freundlicher
Genehmigung durch den Musikverein Kürten, Interpret Klaus Ohlendorf
Verantwortlich: Paul Falk, Im Brückfeld 40, 51491 Overath-Steinenbrück, Telefon 02204-71617, Mobil 0157 7273 4711